DA-Zwischen Segen
Ernteklagedanksegen
Heute ist Erntedank. Ernten heißt: anschauen, was da ist. Und was nicht.
Was nicht aufgegangen ist. Was weh tut. Wo die Kraft nicht reicht. Wo es zu viel ist. Wo zu wenig.
Klage Um das, was fehlt. Um das, was verloren ging. Um das, was wir nicht ändern können.
Und dann: sehen, was da ist. Was gewachsen ist. Was gelungen ist. Was getragen hat. Was uns geschenkt wurde, ohne dass wir es machen konnten.
Dank. Für das, was reicht. Für Menschen, die mitgehen. Für Kraft. Für Brot. Für Leben.
Klage und Dank. Leere Hände. Volle Hände.
Unsere Ernte. Wir halten sie G:tt hin.
Denn nicht immer reicht es. Und doch wird gereicht.
Brot. Eine Hand. Zeit. Ein offenes Ohr. Ein „Ich bin da“.
Durch unsere Hände. In unsere Hände.
G:tt segne unsere Klage und unseren Dank, unsere leeren und unsere vollen Hände, das, was reicht, und das, was fehlt.
Es wird geteilt. Es wird gereicht. Und es reicht.
Amen.