Die Bibel ist voller Karrierefrauen!
Dieses kapitalistische Streben nach Höher-Schneller-Weiter und der unstillbare Hunger nach Macht und Einfluss war mir schon als Teenager wahnsinnig unsympathisch
Frauen in der Bibel
Wenn ich heute die Bibel lese, habe ich immer häufiger den Eindruck, dass es für Gott etwas sehr Normales ist, dass begabte Frauen ihre Talente einsetzen, um einen Beruf erfolgreich und einflussreich auszuüben. Ich denke zum Beispiel an Debora.
Sie wird mit den Worten „Debora, eine Prophetin, die mit Lapidot verheiratet war, war zu dieser Zeit Richterin in Israel“ (Richter 4,4) vorgestellt.
Mich begeistert die Selbstverständlichkeit, die darin steckt. An keiner Stelle scheint der Autor es für nötig zu halten, zu betonen, dass sie eine Frau war, oder zu erklären, mit welcher Berechtigung sie diesen Beruf ausübte, obwohl sie eine Frau war. Es wird in den Fußzeilen nicht diskutiert, in welchem Kontext zur feministischen und zur konservativen Theologie die Erzählung über diese erfolgreiche Frau steht. Sie steht dort einfach. Weil Debora begabt war und dazu berufen, etwas zu bewegen. Gott hatte ihr natürliche und übernatürliche Fähigkeiten geschenkt, die sie in ihrer Tätigkeit als Richterin einzusetzen wusste, und so wurde sie erfolgreich und für alle Zeiten berühmt.
von Sarah Keshtkaran - honigdusche
Sarah Keshtkaran - honigdusche
Debora, Lydia und andere Frauen übernehmen in der Bibel Verantwortung, gestalten mit und setzen ihre Talente ein. Dieser Beitrag lädt dazu ein, vertraute Rollenbilder neu zu betrachten.
Erfahre mehr dazu im Blogbeitrag "Die Bibel ist voller Karrierefrauen!" von Sarah Keshtkaran.